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Furcht in Japan vor Feuerameisen

Erschienen am 15.07.2017
Tokio (dpa) - In Japan geht die Furcht vor eingeschleppten Roten Feuerameisen um. Nachdem die bis zu sechs Millimeter großen aggressiven Insekten in mehreren japanischen Häfen wie Kobe und Tokio entdeckt worden waren, wurden rund ein Dutzend der Tiere nun auch in einer Lagerhalle in einer Stadt im Landesinneren ausgemacht.

Takahiro Murakami, Ameisenexperte der Universität Kyushu, mahnte die Bürger in einem Beitrag für Japans größte Tageszeitung «Yomiuri Shimbun» zur Ruhe. Die Wahrscheinlichkeit, von solchen Ameisen gebissen zu werden und daran zu sterben, sei gering. Die Ameisen injizieren ein Gift in die Beißstelle. Die Haut wird rot und brennt, es bilden sich Pusteln. Gefährlich ist dies vor allem für Allergiker.


Im jüngsten Fall steckten die Feuerameisen in einer vom Hafen der Stadt Nagoya in die Stadt Kasugai transportierten Containerladung.
Die Tiere wurden vernichtet und die Ladung entsorgt. Die Nachrichten über die Ameisenfunde löste Besorgnis aus, Aktien von Firmen für Insektenvernichtungsmittel legten zu. Woher die in Japan bislang entdeckten Ameisen stammen, ist noch unklar. Es gebe aber Vermutungen, dass sie aus Südchina nach Japan gelangten, so Murakami.

Ursprünglich aus Südamerika stammend waren Rote Feuerameisen (Solenopsis invicta) anfangs vermutlich auf einem Frachtschiff in den Süden der USA gelangt. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts breiteten sie sich nur lokal aus. Dann aber starteten die Tiere im Gefolge des weltweiten Handels und Tourismus ihren Siegeszug um große Teile der Welt, darunter China, Hongkong, Macao, Taiwan, Australien und Neuseeland.